Sternenhimmel
Die Sternbilder des Herbstes beherrschen den Sternenhimmel vom Zenit bis zum Westhorizont auch noch jetzt im Dezember: Das auffällige Sternbildpaar Andromeda und Pegasus' steht noch hoch am Himmel. Im Osten zieht der helle Jupiter im Sternbild des Stier den Blick auf sich. Im Südosten ist am Abend bereits das Sternbild am Aufgehen, das den Winterhimmel beherrschen wird: der Orion. Im Süden bis zum Westen fehlen auffällige Sterne, da hier der Blick geradewegs in die Tiefen des Raumes zwischen den Galaxien geht. (Die Sternbilder Wassermann, Fische, Walfisch und Eridanus weisen keine auffälligen Sterne auf.)
Am 21. Dezember um 14h37m ist Winteranfang.
Von Sternhaufen zu Sternhaufen
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Der bekannteste Sternhaufen: Die Plejaden. © R. Brodbeck
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Die Sterne sind nicht gleichmässig über den Himmel verstreut. Einerseits konzentrieren sie sich in der Milchstrasse, und andererseits bilden sie Haufen. Ein paar dieser sogenannten offenen Sternhaufen sind durchaus mit blossem Auge auffindbar, und auch im Fernglas ein hübscher Anblick. Offene Sternhaufen sind eine Ansammlung von ein paar hundert Sonnen, die alle gemeinsam aus einer riesigen Gas- und Staubwolke entstanden sind.
Am Dezemberhimmel lassen sich ein paar dieser Haufen besonders einfach aufsuchen, wobei der Planet Jupiter dieses Jahr als Orientierungshilfe dient: Er ist am Abend der mit Abstand hellste Stern in östlicher Richtung. Etwas tiefer dazu steht ein etwas schwächerer aber dennoch auffälliger, rötlicher Stern, der Albedaran im Stier. Er steht mitten in einem Sternhaufen, den Hyaden, die uns mit 200 Lichtjahren Distanz recht nahe sind und deshalb einen relativ grossen Bereich des Himmels abdecken. Die hellsten Sterne der Hyaden bilden eine Art Dreieck - man fühlt sich an den Buchstaben "V" erinnert. Albedaran selbst gehört nicht zu den Hyaden. Er ist uns mit
65 Lichtjahren wesentlich näher und steht also in Wirklichkeit vor den Hyaden.
Die Plejaden sind der zweite Sternhaufen, den wir aufsuchen wollen: Dem blossen Auge erscheinen sie als kleine Gruppe von 6 - unter sehr guten Sichtbedingungen - 9 bläulicher Sterne. Diese stehen etwas höher als die Hyaden. Sie sind doppelt so weit entfernt. Deshalb sieht man sie enger beieinander stehen. Auf Himmelsaufnahmen sieht man in der Nähe der hellsten Sterne noch Reste der Staub und Gaswolke, aus der die Plejaden entstanden sind.
Lässt man den Blick über das Sternbild Perseus gegen den Zenit schweifen, so erkennt man zwischen dem Sternbild Perseus und Cassiopeia (siehe Karte)
einen verschwommenen Fleck. Im Fernglas lassen sich zwei nahe beieinander stehende Haufen unterscheiden. Die beiden Haufen h undc im Perseus sind recht weit weg von uns in der Milchstrasse, die hinter Cassiopeia und Perseus hindurchläuft. Wegen der im Vergleich zu Plejaden und Hyaden grösseren Distanz von XX Lichtjahren erscheinen die doch immerhin
einen Vollmonddurchmesser grossen Haufen dem blossen Auge eher als nebligen Fleck, denn als Sternhaufen. Im Amateurfernrohr kann man jedoch problemlos Einzelsterne erkennen.
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Monats-Sternkarte
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| 1. Dezember | 22h |
| 15. Dezember | 21h |
| 31. Dezember | 20h |
| 15. Januar | 19h |
| 31. Januar | 18h |
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Sternkarte
Die Sternkarte zeigt den gesamten Himmel, dargestellt für die Zeiten in der linksstehenden Tabelle. Das helle grüne Kreuz in der Bildmitte symbolisiert den Zenit, den Punkt genau über ihrem Kopf. Um den Himmel in Südrichtung zu beobachten, halten Sie die Sternkarte so, wie sie auf dem Bildschirm erscheint, d.h. mit dem grünen Richtungsindikator 'S' gegen unten. Sie können dann die Sternbilder unterhalb des Zenits identifizieren.
Für die Beobachtung der anderen Himmelsrichtungen sollten Sie die Sternkarte ausdrucken und die Karte drehen, so dass jeweils der gewünschte Richtungsindikator nach unten
weist.
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Der Sternenhimmel über Mitteleuropa. Die Sterne wurden für die
Abende im Dezember dargestellt. Die beiden hellen Planeten Jupiter und
Saturn stehen als sehr auffällige Sterne im Sternbild Stier (nicht dargestellt). Falls Sie BenutzerIn von Netscape sind, können Sie den Namen des hellen Sternes unter Ihrem Mauszeiger in der Statuszeile Ihres Browsers ablesen. © A. Barmettler.