Dark-Sky Switzerland
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Notwendigkeit

Die effizienteste Wirkung zeigt diejenige, die im Vorstadium der Planung beginnt. Eine nicht erforderliche Leuchte, die nicht erstellt wird, spart Ressourcen, Materialkosten, Betriebs- und Unterhaltskosten. Hier taucht vor allem die Frage der Nachplanung auf, denn immer wieder dazukommende Beleuchtungen erhellen auch mehr die Räume. Gerade bei Reklamen ist das gegenseitige Aufrüsten beobachtbar. Auffälligkeit kann mit einfach stärkerem Licht relativ leicht erzeugt werden. Bei Nicht-Installation entfällt auch sämtlicher Kontrollaufwand. Eine klare Abschaltregulierung könnte auch die Nachplanung betreffend Minimal-beleuchtungsstärken vereinfachen, da keine unnötigen Doppelbeleuchtungen erfolgen sollten. (Kobler 2002)

Abschirmung

Unter Abschirmung ist die Massnahme zu verstehen, die dasjenige Licht abschirmt, das ohne diese Massnahme in eine falsche Richtung ausgestrahlt werden würde. Eine immer falsche Richtung ist der offene Raum über uns, also der Himmel 39. Licht, das in eine falsche Richtung geht, stellt unnötigen "Lichtabfall" dar, dessen Energie vorerst irgendwo produziert wurde und zweckungebunden als "Abfall entsorgt" wird. Zum Beispiel Glaskugelleuchten strahlen räumlich in alle Richtungen, und sind potenzielle Energieverschwender und Lichtverschmutzungsverursacher (rund 50% Energieverlust aufgrund von rein geometrischen Aspekten). Zudem schaffen sie schlechte Ausleuchtungsverhältnisse, da das Verhältnis Blendung/Ausleuchtung schlecht ist. Eine Abschirmung kann als Reflektor ausgebildet werden und das so reflektierte Licht, bei intelligenter Umlenkungssteuerung, auch an den Ort leiten, wo es zum Beleuchtungszweck dient. So kann es mit weniger Energieverbrauch einen Ort mit der gleichen Beleuchtungsstärke beleuchten. Abschirmungen und Reflektoren sind technische Potentiale zur Verminderung der Lichtverschmutzung und Energieverschwendung. (Kobler 2002)

Richtung

Die Richtung ist grundsätzlich von oben nach unten zu wählen. Alle anderen Richtungen sind aus der Sicht der Lichtverschmutzung mit höherem Aufwand verbunden. Beleuchtungen von unten nach oben sind betreffend Lichtabfall in den Himmel technisch nicht lösbar. (Kobler 2002)

Beleuchtungsstärke und Art

Während bei der Abschirmung die von der Leuchte her emittierte Abstrahlung technisch lösbar ist, handelt es sich bei der Reflexion um ein strukturelles Grundproblem. Objekte nimmt man optisch vorwiegend durch reflektiertes Licht wahr. Eine Reduktion wäre so gesehen gar nicht sinnvoll. Eine Verminderung der Lichtverschmutzung per Definition ist nur möglich, wenn lediglich die notwendigen Objekte beleuchtet und die Leuchtstärken auf das notwendige Minimum dimensioniert sind. Art des Lichts Spektrale Optimierungen wirken sich positiv auf die Umwelt aus. Das Vermeiden von UV und Licht im kürzeren, sichtbaren Wellenlängenbereich hätte weniger negative Auswirkungen auf die Insektenwelt. Bei Zugvögeln kann keine Aussage gemacht werden, zumindest ist keine bekannt (pers. Mitteilung von B.Bruderer, Oktober 2002). Beim Menschen ist bekannt, dass das Rotlicht einen signifikant positiveren Einfluss auf die Erhaltung der Dunkeladaption des Auges hat. Am 2 nd European Symposium on the Protection of the Night Sky wurden im allgemeinen die Natriumdampf, Hoch- und Niederdrucklampen für die ökologisch verträglichsten befunden. (Kobler 2002)

Zeitliche Begrenzung

Eine abgestellte Leuchte verursacht keine Lichtverschmutzung. Angeleuchtete und selbstleuchtende Reklamen sind ein Beispiel für eine solche Anwendung. Die Reklamewirkung zu nächtlichen Morgenstunden ist fragwürdig. Im Lärmschutz sind die Zeiten von 06 00 Uhr bis 22 00 Uhr und 22 00 Uhr bis wieder 06 00 Uhr definiert. Dieser Ansatz könnte übernommen werden, so dass die gewünschte Nachtruhe einen einheitlichen Sinn macht. (Kobler 2002)

Partner
Theo Meyer AG

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Gruppe für effiziente Aussenbeleuchtung · Sektion der International Dark-Sky Association IDA · Mitglied der Schweizer Licht Gesellschaft · Fachgruppe der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft SAG